Rocket Lab (RKLB): Warum diese Rakete mein Depot zum Mond schießt (oder explodiert)
Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum ihr euer Geld in langweilige Konsumgüter-Aktien steckt, die sich bewegen wie eine Schildkröte auf Valium? Weg damit. Heute schauen wir uns das Zeug an, aus dem Kindheitsträume und Erwachsenen-Albträume gemacht sind: Rocket Lab (RKLB).
Während alle Welt immer nur über Elon und sein Starship redet (ja, ist cool, wissen wir), gibt es da draußen im Schatten einen kleinen neuseeländisch-amerikanischen Player, der gerade dabei ist, den Weltraummarkt leise, still und heimlich zu übernehmen. Und wenn ich mir den Chart der letzten Wochen ansehe, dann ist „leise“ vielleicht das falsche Wort.
Ich bin All In. Und bevor ihr jetzt fragt „Warum Tyler, bist du lebensmüde?“, lasst mich erklären, warum RKLB der asymmetrischste Trade ist, den wir aktuell auf dem Schirm haben.
Das „Neutron“-Monster erwacht
Wir müssen über den Elefanten im Reinraum sprechen: Neutron.
Jahrelang haben die Skeptiker gesagt: „Rocket Lab ist süß, die schießen kleine Satelliten mit der Electron-Rakete hoch, aber das große Geld liegt bei den dicken Dingern.“
Tja. Willkommen im November 2025.
Die Tests der Archimedes-Triebwerke sind durch. Die Neutron-Rakete steht kurz vor ihrem Jungfernflug (vermutlich Anfang 2026, wenn die FAA mal hinne macht). Das Ding ist ein „Medium Lift Launch Vehicle“. Übersetzt heißt das: Es ist der direkte Konkurrent zur Falcon 9 von SpaceX.
Und das Beste? Sie ist wiederverwendbar. Aber nicht so „wir landen auf einem Schiff“-wiederverwendbar, sondern „wir landen wieder auf dem Startplatz und fliegen morgen nochmal“-wiederverwendbar.
Der Markt hat das noch gar nicht richtig eingepreist. Die Leute denken immer noch, RKLB wäre eine Pennystock-Bude. Aber wenn Neutron erst mal fliegt und die Margen kicken, dann werden wir Kurse sehen, bei denen euch schwindelig wird.
Peter Beck: Der Anti-Elon
Versteht mich nicht falsch, ich feier Elon. Aber Peter Beck, der CEO von Rocket Lab, ist eine andere Art von Verrückt. Er ist der Typ Ingenieur, der Sachen einfach macht.
Erinnert ihr euch, als er versprochen hat, er würde seinen Hut essen, wenn sie die Electron wiederverwendbar machen? Er hat seinen verdammten Hut in einen Mixer geworfen und gegessen.
Investoren-Weisheit: Ich vertraue mein Geld lieber einem Typen an, der buchstäblich Hüte frisst, um seine Versprechen zu halten, als einem CEO im Anzug, der mir „Synergieeffekte“ verkaufen will. Beck baut ein Imperium auf, das nicht nur Raketen abschießt. Die bauen die Satelliten, die Software, die Solarpanels. Sie sind das „End-to-End“-Service-Monster im All. Wenn „Old Space“ (ihr wisst schon, Boeing und so…) was ins All schießen will, müssen sie mittlerweile bei Rocket Lab anklopfen, weil sie es selbst nicht mehr gebacken kriegen. Das ist peinlich für die, aber geil für uns.
Die Zahlen lügen nicht (meistens)
Schaut euch mal das Orderbuch (Backlog) an. Es wächst schneller als Schimmel in meiner Studenten-WG.
Die Regierungsaufträge der Space Force flattern rein. Warum? Weil das Militär nicht zu 100% von Elon abhängig sein will. Sie brauchen eine zweite Option. Und Rocket Lab ist diese Option. Das ist kein Wunschdenken, das ist nationale Sicherheit, Leute.
Der Umsatz steigt, die Startfrequenz der Electron ist absurd hoch und stabil. Wir reden hier von einer Firma, die tatsächlich schon Dinge liefert, während andere SPAC-Leichen (ich nenne keine Namen, hust Astra hust) längst verglüht sind.
Das Risiko: Physik ist eine Bitch
Okay, Real-Talk Zeit.
Weltraum ist hart. „Space is hard“, wie Beck immer sagt.
Wenn der erste Neutron-Start schiefgeht und das Ding auf der Rampe explodiert, dann sehen wir in meinem Depot ganz schnell ganz viel Rot. Die Aktie wird abschmieren, die Bären werden tanzen und Jim Cramer wird im Fernsehen sagen „Ich habs ja gewusst“.
Es ist eine Wette. Eine Wette darauf, dass die Ingenieure bei Rocket Lab wissen, was sie tun. Aber im Vergleich zu Biotech-Buden, wo man auf ein FDA-Approval hofft, sehe ich hier physische Hardware. Ich sehe Raketen, die fliegen.
Wir sind hier nicht beim Sparbuch. Wir wollen den 10-Bagger. Und den kriegt man nicht ohne Risiko. Wenn ihr Sicherheit wollt, kauft euch Bundesanleihen und weint leise in euer Kissen wegen der Inflation.
Anschnallen, Helm auf… 😉
Für mich ist RKLB das „Tesla des Weltraums“ in den frühen Jahren. Volatil? Ja. Risikoreich? Absolut. Aber das Potenzial nach oben ist offen. Der Weltraummarkt wird sich in den nächsten zehn Jahren vervielfachen. Und Rocket Lab hat das Ticket für die erste Reihe.
Ich halte meine Anteile fest. Egal ob es morgen 10% runtergeht. Denn wenn die Neutron erst mal fliegt, gibt es kein Halten mehr.
Wir sehen uns im Orbit (oder im Armenhaus). 🚀🪐
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