FOMO – also die Fear of Missing Out – ist heimtückisch.
Sie kommt leise, flüstert:
„Schau mal, wie der Ticker rennt… du bist zu spät… steig jetzt ein!“
Und zack – bin ich im Trade.
Ohne Plan. Ohne Stop. Nur mit Hoffnung.
Früher hab ich geglaubt, FOMO sei ein Problem von Anfängern.
Heute weiß ich: FOMO trifft uns alle – aber wie wir damit umgehen, macht den Unterschied.
Mein schlimmster FOMO-Trade: TSLA bei +11 %
Ich erinnere mich noch gut.
TSLA war gerade explodiert nach Earnings – ich hatte das Setup analysiert, aber nicht getradet.
Die Aktie ging in der Pre-Market von 860 auf 905.
Ich dachte: „Da geht noch was… Elon, Baby!“
Bei 915 bin ich eingestiegen – ohne Ziel, ohne Stop, einfach aus Angst, was zu verpassen.
Drei Minuten später: Pullback auf 895.
Ich hab Panik bekommen.
Mit –20 Punkten ausgestiegen.
Dann lief die Aktie auf 940.
Ich hab Geld verloren und war trotzdem nicht dabei. Doppelt bitter.
Warum FOMO so gefährlich ist
FOMO-Entscheidungen basieren nicht auf Analyse, sondern auf:
- Social Media Hype
- Chartpanik
- Gruppendruck („alle sind drin…“)
- Gefühl, etwas zu verpassen
Und das ist die Gegenteil von planvollem Trading.
FOMO ist der Moment, wo du nicht mehr Trader bist – sondern Zuschauer mit Angst, abgehängt zu werden.
Meine 4 Werkzeuge gegen FOMO
1. 📝 Vor dem Start: Tageslimit an Trades
Ich erlaube mir maximal 3 Trades am Tag.
Ist der dritte vorbei – Schluss.
Dadurch muss ich wählen – und nicht jedem Impuls folgen.
2. 🔍 Watchlist mit Bedingungen
Ich trade keine Charts, die „gerade interessant aussehen“.
Ich hab pro Tag 5–8 Ticker auf der Watchlist.
Aber: Nur wenn sie mein Setup liefern, darf ich rein.
FOMO-Titel wie GME, TSLA oder NVDA? Nur mit glasklaren Zonen.
3. 🧠 Mindset-Satz gegen FOMO
Wenn ich merke, dass ich gierig oder panisch werde, sag ich mir:
„Ich verliere kein Geld, wenn ich nicht dabei bin. Ich verliere Geld, wenn ich ohne Plan handele.“
Ich hab das sogar ausgedruckt und am Bildschirm kleben.
4. 📓 Das FOMO-Journal
Jeder Trade, bei dem ich FOMO verspüre – aber nicht einsteige, kommt in mein Journal.
Ich schreibe auf:
- Warum ich nicht eingestiegen bin
- Wie sich der Ticker entwickelt hat
- Was ich daraus gelernt habe
Das hat mir gezeigt:
Ich bereue mehr impulsive Einstiege als verpasste Trades.
Das Beste: FOMO ist trainierbar
Heute hab ich keine Angst mehr, was zu verpassen.
Weil ich verstanden habe:
- Der Markt ist jeden Tag offen.
- Es gibt IMMER neue Chancen.
- Kein Trade ist mein letzter.
- Disziplin ist langfristig profitabler als Adrenalin.
Ich will nicht jeden Move erwischen.
Ich will gute Moves mit gutem Plan handeln.
FOMO vermeiden ist keine Schwäche – es ist eine Superkraft
Wenn du lernst, Nein zu sagen, gewinnst du Kontrolle.
Und Kontrolle ist der Anfang von echtem Trading-Erfolg.
Nicht der Hype, nicht der Tweet, nicht der Reddit-Post.
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