Als ich das erste Mal von „Optionen“ gelesen habe, dachte ich ehrlich: Das klingt nach Raketenwissenschaft. Calls, Puts, Strike-Preis, Verfall – alles irgendwie kompliziert. Aber auf WallStreetBets? Da wird nicht lange gefackelt. Da ballert einer mal eben sein Monatsgehalt in einen Call und schreit YOLO. Und genau so bin ich in die Welt des Optionshandels eingestiegen.
Der Einstieg – wie ich mir fast die Finger verbrannt habe
Ich hatte ein paar hundert Euro „Spielgeld“ übrig und dachte mir: Komm Alex, sei nicht so langweilig mit deinen Aktien. Probier mal was Neues. Also kaufte ich meinen ersten Call-Option auf Tesla. Strike weit über dem aktuellen Kurs, Laufzeit nur zwei Wochen. Klassischer WSB-Move – entweder 10x oder Totalverlust.
Ergebnis? Na ja… sagen wir so: Ich habe ziemlich schnell gelernt, dass Optionen sich im Wert verdünnisieren, wenn die Zeit gegen dich läuft. Meine Position war bald fast wertlos. Aber statt aufzuhören, hat’s mich erst recht gepackt.
Was sind eigentlich Calls und Puts? (einfach erklärt)
Ich will’s nicht zu trocken machen, aber kurz zur Erklärung:
- Call-Option = Wette darauf, dass der Kurs steigt.
- Put-Option = Wette darauf, dass der Kurs fällt.
Das Ganze läuft über einen „Strike-Preis“ (also dein Zielkurs) und ein „Verfallsdatum“. Wenn der Kurs am Ende über (bei Calls) oder unter (bei Puts) deinem Strike liegt, bist du im Gewinn. Wenn nicht, ist das Geld weg – so einfach, so brutal.
Warum Optionen bei WallStreetBets so beliebt sind
Ganz klar: Leverage. Mit ein paar hundert Euro kannst du Bewegungen handeln, für die du bei Aktien ein Vielfaches bräuchtest. Das ist wie ein Turbo – aber einer, der dich genauso schnell gegen die Wand fahren kann. Genau dieses Risiko macht’s für viele so aufregend.
Manche User bei WSB posten Gewinne von 1000 % in wenigen Tagen – andere ihre Totalverluste. Beides wird gefeiert. Diese Mischung aus Wahnsinn und Entertainment findet man sonst nirgends.
Meine Learnings – und ein paar Tipps für Einsteiger
Ich hab inzwischen einige Optionen gehandelt, und hier sind die wichtigsten Dinge, die ich mir gemerkt habe:
- Laufzeit nicht zu knapp wählen – sonst frisst der Zeitwert dich auf.
- Nicht alles auf einen Strike setzen – bisschen Diversifikation hilft, auch wenn YOLO geiler klingt.
- Immer mit Verlust rechnen – wer Optionen handelt, sollte mental bereit sein, das Geld abzuschreiben.
- Gewinne rechtzeitig mitnehmen – Diamond Hands bei Optionen führen oft zum Totalverlust.
Meinung – zwischen Adrenalin und Wahnsinn
Optionen sind für mich inzwischen so etwas wie der purste Ausdruck von WallStreetBets. Manchmal verdienst du an einem Tag mehr als andere in einem Monat. Und manchmal verlierst du alles, bevor du dir den nächsten Kaffee holst.
Aber genau deswegen bleib ich dabei – nicht, weil es rational ist, sondern weil es diese verrückte Mischung aus Zocken und Strategie ist. Und wenn ich dann wieder auf WSB scrolle und sehe, wie jemand sein Konto pulverisiert oder 100k aus 500 Euro gemacht hat, denke ich mir: Alex, du bist hier genau richtig. 🚀💎🙌
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