GameStop meldet sich zurück – aber anders als viele hoffen

Veröffentlicht am 5. Januar 2026 | WSB Blog

Ich bin Tyler, und ja… wir müssen über GameStop reden. Den OG-Meme-Stock. Den Mythos. Den Albtraum der Short-Seller von 2021.
Denn die letzten Zahlen waren – sagen wir es ehrlich – kein Feuerwerk. Umsätze unter Erwartung, die große digitale Transformation kommt nicht so richtig voran, und trotzdem: Die Aktie lebt. Und genau das macht GameStop weiterhin spannend für Meme-Trader.
Während klassische Investoren den Kopf schütteln, bleibt GameStop in Foren, auf X und in Discords präsent. Nicht wegen Fundamentaldaten. Sondern wegen Erwartung, Geschichte und optionaler Explosion.


Die harten Fakten – und warum sie Meme-Trader kaum jucken

Fundamental betrachtet ist die Lage schwierig. Der Gaming-Retail schrumpft, Downloads ersetzen Discs, und GameStop hat bisher keinen überzeugenden neuen Wachstumsmotor gezündet.
Die letzten Quartalszahlen zeigen genau das: sinkende Erlöse, dünne Margen, viel Cash – aber wenig Story.
Und trotzdem:
Der Kurs bricht nicht weg. Warum?
Weil GameStop längst kein normales Unternehmen mehr ist. Es ist ein Symbol. Und Symbole folgen anderen Regeln als DCF-Modelle.


Warum GameStop immer noch Meme-Potenzial hat

GameStop erfüllt weiterhin mehrere Meme-Kriterien, auch 2026:
Erstens: Markenbekanntheit. Jeder kennt GME. Kein Erklärungsbedarf.
Zweitens: Historisches Trauma der Short-Seller. Viele Fonds sind vorsichtig geblieben.
Drittens: Optionen & Gamma-Effekte. Sobald Call-Volumen anzieht, wird der Kurs empfindlich.
Und viertens: Retail-Nostalgie. Viele Trader wollen, dass GME nochmal läuft. Rational? Egal.

Das reicht oft schon, um einen kurzfristigen Move zu erzeugen.


Der Unterschied zu 2021 – und warum das wichtig ist

Was viele vergessen:
2021 war Chaos. 2026 ist strukturierte Spekulation.
Damals: Robinhood-Stops, Margin-Calls, Panik.
Heute: kleinere Positionen, Options-Strategien, schnelle Gewinnmitnahmen.

GameStop wird nicht mehr blind „to the moon“ gekauft. Sondern taktisch gespielt.
Das bedeutet:
➡️ Weniger +1000 % Moves
➡️ Aber mehr kurze, brutale Rips von 20–60 %

Für aktive Trader ist das fast besser.


Meine persönliche Einschätzung als Tyler

Wenn ich ehrlich bin:
GameStop ist kein Investment mehr. Aber es ist auch nicht tot. Ich sehe GME aktuell als reinen Event- und Volatilitäts-Trade.

Was ich beobachten würde:
– Stark steigendes Call-Volumen
– Social-Buzz nach längerer Ruhe
– Technische Breakouts aus Seitwärtsphasen

Was ich nicht tun würde:
– Long halten ohne klaren Plan
– Auf Fundamentaldaten hoffen
– „Diamond Hands“ spielen

GameStop verzeiht keine Naivität mehr.


Warum GameStop trotzdem wichtig für den gesamten Meme-Markt ist

GameStop ist so etwas wie der Seismograph für Meme-Stimmung.

Wenn GME plötzlich anzieht, folgen oft:
– andere stark geshortete Titel
– angeschlagene Retail-Brands
– Small Caps ohne klare Story

Kurz gesagt:
Wenn GameStop zuckt, wird der Meme-Markt wach.
Und genau deshalb beobachte ich GME weiter – auch wenn ich nicht permanent drin bin.


GameStop ist nicht mehr der heilige Gral.
Aber auch kein toter Hund.
Es ist ein Werkzeug. Ein Signal. Ein Risiko-Barometer.

Für Buy-and-Hold? Nein.
Für aktive Meme-Trader mit Plan? Absolut.
Ich bleib wachsam. Und wenn GameStop wieder anfängt zu laufen, dann nicht aus Hoffnung – sondern aus Kalkül.
Tyler out.