KI-Aktien Ende 2025: Warum der Markt plötzlich nervös wird – und wo jetzt echte Trading-Chancen entstehen

Veröffentlicht am 27. Dezember 2025 | WSB Blog

Leute, monatelang war KI der unantastbare Gott-Trade. Alles mit „AI“ im Namen ging hoch, egal Bewertung, egal Timing. Aber genau jetzt merkt man: Die Luft wird dünner. Keine Panik, kein Crash — sondern etwas viel Gefährlicheres für unvorbereitete Trader: Unsicherheit.
Und Unsicherheit ist der Moment, in dem Geld die Richtung wechselt.


Was sich gerade verändert (und warum das wichtig ist)

Ich beobachte aktuell drei klare Signale im KI-Sektor:

Erstens: Bewertungen werden hinterfragt.
Nicht offen, nicht laut — aber sichtbar. Selbst Top-Performer reagieren empfindlich auf kleinste News, Earnings-Nuancen oder Guidance-Wörter. Das ist neu.

Zweitens: Volatilität statt Trend.
Wir sehen mehr wackelige Kerzen, mehr Fehlausbrüche, mehr „hoch – runter – nichts“. Für Buy-and-Hold ein Albtraum. Für Trader? Potenziell Gold.

Drittens: Rotation statt Euphorie.
Kapital fließt nicht komplett aus KI raus — es verteilt sich neu. Weg von den extrem überfüllten Namen, hin zu zweiten Reihen, Infrastruktur, Zulieferern oder sogar ganz anderen Sektoren.


Der Elefant im Raum: NVIDIA

Wir müssen drüber reden.
NVIDIA ist nicht kaputt.
Aber NVIDIA ist überfüllt.

Das sieht man nicht nur im Chart, sondern im Verhalten des Marktes:
Gute News? Reaktion verhalten.
Neutrale News? Abverkauf.
Schlechte News? Sofort Stress.
Das ist typisch für Aktien, bei denen zu viele schon drin sind. Jeder Gewinn braucht immer mehr Käufer, während Gewinnmitnahmen jederzeit lauern.

Ich trade NVIDIA aktuell nicht blind long. Wenn überhaupt, dann:
reaktiv, kurz, mit engem Risiko.


KI ist nicht gleich KI – das vergessen gerade viele

Ein Riesenfehler, den ich überall sehe:
Alles mit KI wird in einen Topf geworfen.

Dabei gibt es massive Unterschiede zwischen:

  • Plattform-Anbietern
  • Hardware-Lieferanten
  • Cloud-/Infrastruktur-Plays
  • Software-Anwendungen
  • reinen Buzzword-Firmen ohne echte Umsätze

Und genau hier entstehen jetzt Chancen. Nicht im lautesten Namen — sondern in den ruhigeren.


Meine aktuelle Trading-Sicht (ehrlich & pragmatisch)

Ich gehe KI-Trades aktuell so an:
Ich jage keine Breakouts mehr im Top-Bereich.
Ich suche Pullbacks, Fehlausbrüche, Übertreibungen.
Ich trade kleiner, dafür präziser.

Wenn ein Trade sofort gegen mich läuft, bin ich raus. Kein Diskutieren.Das ist kein Markt für Helden. Das ist ein Markt für Disziplin.


Warum das gefährlichste jetzt „Seitwärts mit Hoffnung“ ist

Das schlimmste Szenario für viele Trader ist nicht der Crash — sondern:
Seitwärtsmärkte mit Hoffnung.
Warum?
Weil Positionen gehalten werden, obwohl sie nichts mehr tun. Kapital wird gebunden. Geduld wird aufgebraucht. Fehler häufen sich.
Genau deshalb beobachte ich KI-Aktien gerade sehr kritisch. Wer hier ohne Plan drin hängt, wird langsam zermürbt.


Wo ich gerade eher hinschaue

Ohne konkrete Ticker zu nennen (das kommt im nächsten Artikel 😉):

Ich achte auf:

  • KI-Infrastruktur außerhalb der Big Names
  • Second-Wave-Profiteure, die noch nicht medial verbrannt sind
  • Short-Term-Mean-Reversion-Setups in überdehnten KI-Aktien

Nicht sexy. Aber effektiv.


KI ist nicht vorbei.
Aber der einfache Teil ist vorbei.

Ab jetzt trennt sich:
Hoffnung von Strategie.
Hype von Trading.
Gewinner von Mitläufern.
Ich bleibe im Spiel — aber mit Helm, Gurt und Notausgang.