Russell 2000 explodiert: Small Caps werden wieder Meme-Material – Beginn einer neuen Spekulationsphase?

Veröffentlicht am 12. Februar 2026 | WSB Blog

Small Caps waren tot. Jetzt leben sie wieder.

Ich bin Tyler — und wenn es gerade einen Bereich gibt, der gefährlich viel Energie aufbaut, dann sind es US-Small Caps. Der Russell 2000 zieht an, Breakouts häufen sich, und plötzlich bekommen Aktien unter 5 Milliarden Market Cap wieder brutales Volumen.
Und das ist kein Zufall.


Warum Small Caps gerade Momentum bekommen

Das Setup sieht aktuell so aus:

– Zinssenkungserwartungen stabilisieren sich
– Liquidität bleibt hoch
– Large Caps wirken „überfüllt“
– Trader suchen Underperformance-Play

Small Caps sind:
– stärker geshortet
– dünner gehandelt
– schneller beweglich

Und genau deshalb werden sie aktuell wieder Short-Squeeze-Material.


Das typische Meme-Muster bei Small Caps

Was ich gerade sehe, ist kein fundamentaler Turnaround.
Es ist klassisches Momentum-Feuer.

Das Muster läuft so:

  1. Aktie war monatelang tot
  2. Short-Interest steigt
  3. kleiner News-Trigger
  4. Volumen verdoppelt sich
  5. Retail springt rein
  6. 30–80 % Move in wenigen Tagen

Das passiert aktuell auffällig oft.


Warum Small Caps gefährlicher sind als Large-Cap-Memes

Bei Large Caps wie GameStop oder Nvidia gibt es wenigstens Liquidität.

Bei Small Caps bekommst du:

– 8 % Spreads
– dünne Orderbücher
– aggressive Stop-Fischerei
– massive Slippage

Wenn du falsch liegst, kommst du nicht elegant raus.
Du wirst rausgedrückt.

Small Caps sind keine Meme-Spielzeuge.
Sie sind Volatilitäts-Minenfelder.


Warum institutionelles Geld gerade reinfließt

Was viele unterschätzen:

Institutionelle Investoren beginnen Small Caps wieder aufzubauen, weil:

– Bewertungen niedrig sind
– Performance stark hinterherhinkt
– Rebalancing-Effekte einsetzen

Wenn dieses Kapital mit Retail-Momentum kombiniert wird, entsteht eine explosive Mischung.

Das ist der Punkt, wo Meme-Dynamik entstehen kann.


Meine Strategie bei Small-Cap-Meme-Moves

Ich spiele Small Caps nur unter Bedingungen:

– Breakout mit Volumen
– klar definierte technische Levels
– kein „Turnaround-Hoffnungstrade“
– extrem schnelle Teilgewinnmitnahmen

Und ganz wichtig:

Ich gehe nie mit voller Positionsgröße rein.
Nie.

Small Caps sind für schnelle Trades, nicht für Überzeugung.


Wo die größte Gefahr liegt

Die Gefahr ist nicht der Einstieg.
Die Gefahr ist das Verlieben in den Move.

Viele Trader sehen +40 % und denken:
„Das wird der nächste Multibagger.“

In Wahrheit ist es oft nur:
– Short-Covering
– Low-Float-Manipulation
– Momentum-Übertreibung

Und wenn der Käuferstrom stoppt, ist da kein Fundament, das dich hält.


Warum 2026 ein Small-Cap-Jahr werden könnte

Sollte:

– Liquidität hoch bleiben
– Zinssenkungen Realität werden
– Large Caps überhitzt wirken

dann kann Small Cap Rotation eine echte Phase bekommen.

Und wenn das passiert, werden wir:

– aggressive Breakouts
– wöchentliche 50 %-Moves
– neue Meme-Kandidaten

sehen.

Aber das ist kein garantiertes Szenario.
Das ist ein Flow-Szenario.


Small Caps riechen gerade nach früher Meme-Phase. Noch nicht komplett irrational.
Aber deutlich spekulativer als noch vor Monaten. Wer Momentum sauber spielt, kann hier richtig gute Trades finden.
Wer hofft, findet hier teure Lektionen.

Ich behalte den Russell 2000 im Blick.
Denn wenn Small Caps wirklich zünden, dann wird das 2026 sehr laut.
Tyler out.